Die Datenschützer des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Ortsgruppe Regensburg besuchten den Regensburger Bundestagsabgeordneten während seiner öffentlichen Bürgersprechstunde um ihre Ablehnung der allgemeinen und verdachtsunabhängigen Telekommunikationsüberwachung zu bekunden.
Peter Aumer vertrat die Linie der CSU und verteidigte das Gesetzesvorhaben: “Wenn ich die Polizeibehörden besuche, dann sagen mir die Beamten, dass sie die Vorratsdatenspeicherung brauchen.” Er erklärte jedoch auch, dass es sich bei diesem Thema nicht um sein Kerngebiet handle. Er benötige Zeit um sich einzuarbeiten und sei an einem weiteren Austausch sehr interessiert. Dazu Armin Schmid vom AK Vorrat Regensburg: “Wir vereinbaren nun einen Termin für ein ausführliches Gespräch. Bei dieser Gelegenheit wollen wir umfassend informieren und unseren Abgeordneten auf die großen Gefahren der Vorratsdatenspeicherung aufmerksam machen.”
Die Aktivisten machten den CSU Politiker auch auf die kontroversen Stimmen innerhalb seiner Partei, den Arbeitskreis CSUnet, aufmerksam. Auch ein Foto wurde Peter Aumer überreicht. Es zeigt die Aktivisten vor der Regensburger CSU Zentrale. Dort zelebrierten sie am 14.12.2011 einen Trauertag in Gedenken an das sechsjährige “Jubiläum” der Zustimmung des EU-Parlamentes zur EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung.

